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Die Gärten unserer GärtnerInnen

Die neue Reihe von lebendige gärten

„Der Schuster trägt die schlechtesten Schuhe“. Dieser alte Spruch beinhaltet sicher ein Körnchen Wahrheit, weil manche Menschen nach Feierabend oder am Wochenende nur noch wenig Muse haben, sich mit der gleichen Tätigkeit mit uneingeschränkter Hingabe zu beschäftigen, wie in ihrem Beruf. Verständlich!

Wir wollen in dieser kleinen Reihe aber zeigen, dass es den meisten unserer MitarbeiterInnen (und auch den Inhabern) trotzdem gelingt zu Hause kleine Paradiese zu schaffen. Wir sind der festen Überzeugung, dass GärtnerIn zu sein mehr als ein Job ist. Es ist eine Passion und die hört nicht nach Feierabend auf.  Es müssen keine geschleckten perfekten Refugien sein. Aber die Liebe zu Pflanzen, Natursteinen, Hölzern, etc. und deren Zusammenspiel ist immer zu spüren.

Geht mit uns auf eine spannende Reise.

Juni 2021

Chillen und grillen bei Mick!

Wir beginnen bei unserem ehemaligen Mitarbeiter Mick: Er hat uns eben nach sehr erfolgreicher Ausbildung bei uns und einem Jahr als „Geselle“ verlassen um ab dem Herbst in Weihenstephan zu studieren. Wir haben ihn daher noch vor seinem „Entschwinden gen Bayern“ besucht. Mick hat zusammen mit seiner Familie ein Gartengrundstück etwas entfernt vom Wohnort. Dort hat er in den vergangenen Jahren seiner Leidenschaft für Trockenmauern und Pflasterarbeiten freien Lauf gelassen. Der Garten ist ein wahrer Schatz für Mensch und Tier. In den teils alten, großen Obstbäumen hängen unzählige Nistkästen für Vögel, überall entdeckt man blütenreiche Pflanzbeete, teils wild aufgegangen, teils angepflanzt und das in einer scheinbaren Zufälligkeit, die einen verzaubert. Üppige Obst- und Gemüsebeete laden zum Ernten ein.

Und dann kommt das Herzstück - von Mick geschaffen: Noch nicht ganz fertig (aber das wird der Gärtner eh nie), eine runde, wunderschöne Trockenmauer aus Buntsandstein schmiegt sich gegen den Hang. Jeder Stein handbehauen und in ein Wechselschichtmauerwerk eingefügt. Am Boden der halbrunden Mauer ein Kunstwerk: Eine gepflasterte Windrose aus unterschiedlichen Natursteinen. Die Präzision des Bildes ist bestechend. Das ist Handwerkskunst, die nicht nur Können voraussetzt. Da spürt man auch ganz viel Liebe für den Beruf und seine Möglichkeiten. Neben der Grillstelle hängt eine Hängematte zum chillen und mit tollem Ausblick auf das darunter gelegene, kleine Tal. Dort tankt Mick häufig Energie und kann sein aktuelles Werk, zwei weitere, geschwungene Trockenmauern die den Hang terrassieren quasi von oben betrachten. Sein Hund Berny liegt dann darunter im Schatten und denkt sicher das Gleiche, dass wir beim Besuch dachten: „Einfach schön hier“.

Alles Gute Mick, für Deine Zukunft, danke für Deine Zeit bei uns und danke für die gewährten Einblicke in Deinen Garten Eden…

August 2021

Der Natur ganz nah

Als nächstes haben wir unseren Landschaftsgärtnermeister David besucht. Für ihn und seine junge Familie ist der Garten ein Ort zum Verweilen. Die Kinder sollen Platz zum Spielen haben und einige Hühner laufen tagsüber frei herum um dann im geschützten Stall für die Frühstückseier zu sorgen.

Der Garten ist großartig in die Natur integriert. Die Wiese wird nur partiell gemäht, dem Tisch mit ein paar Stühlen genügt ein schattiges Plätzchen unter Obstbäumen und kommt sehr gut ohne befestigten Untergrund oder gar einer Terrasse aus. Eine freistehende Gartendusche sorgt im Sommer für Erfrischung und die Grillstelle wirkt wie zufällig an diesem Ort während einer Wanderung ausgewählt. Es gibt auch Gemüsebeete aber seit Neuestem auch ein Hügelbeet, das nach den Regeln der Permakultur betrieben wird. Es funktioniert schon recht gut, wie wir finden. Man spürt an allen Ecken und Enden, dass David und seine Frau (auch Gärtnerin!) irgendwie schon einen Schritt weiter sind: Sie zwingen der Natur nicht ihren Garten auf, sondern integrieren ihn und ihre Bedürfnisse in die Gegebenheiten. Dies erspart an vielen Stellen Arbeit und der Garten wirkt wie ein Stück Fauna und Flora, das man gelegentlich behutsam betritt um es dann wieder sich selbst zu überlassen. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir dieses Familienparadies betreten und entdecken durften….  


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